wahrheiten

... sind nicht nur keine Luegen, sondern vielmehr Jenes, was ich als das Wahrhaftige sehe, das Offensichtliche und Unvermeidbare. Alles wird sich daraus definieren und offenbaren! Versuchen wir sie nicht zu verstecken, leben wir sie!

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Standort: Saalfeld, Thüringen, Germany

Ich bin Soldat, Offizier, Staatsbürger Deutschlands, Kamerad, Freund, Bruder, Sohn, Mensch.

14.2.06

Von Motivation und inneren Schweinehunden

Ein Mensch durchlebt in Zeiten seiner Existenz auf Erden viele verschiedene Phasen. Diese Phasen werden mehr oder minder stark durch die Personen beeinflusst, in deren Umfeld er sich aufhält. Eine stark durch andere beeinflusste Phase ist zum Beispiel die Schulzeit, wobei Zeiten der Ausbildung oder des Studiums wiederrum nicht dazu zu zählen sind. Zeitabschnitte, in denen ein Mensch gesagt bekommt, wie er was zu tun hat, mögen ihn selbst niemals zufrieden stellen und er wird sich wünschen mehr Freiheiten zu haben. In anderen Zeitabschnitten, Abschnitten, in denen er selbst darüber die Entscheidungsgewalt hat, dass zu tun, was er für das Richtige hält, wiederrum werden ihn sicherlich anfangs sehr gefallen. Im Laufe dieses Abschnittes jedoch wird sich eine Abhängigkeit in ihm aufbauen. Eine Abhängigkeit von der eigenen Person, sich das Leben zu gestalten. Denn nach welchen Prinzipien geht man vor? Am Anfang schien alles so klar. - Natürlich! Wusste man doch genau, wie man es nicht haben wollte und begann sich selbst zu verwirklichen. Doch irgendwann stellte sich heraus, das es Ideen braucht, Inspiration und Hilfe. Doch auf dem Weg, welchen man aus eigenen freien Stücken gegangen ist konnten nur wenige folgen - oft ist man allein. Was tun, wenn die Inspiration nur noch aus wenigen Köpfen kommt? Was tun, wenn man fast allein steht? - Umkehren und neu beginnen?
Ich kann diese Frage nicht beantworten, doch stehe ich kurz vor dem Moment sie mir stellen zu müssen.
Warum strebt der Mensch nach der eigenen Verwirklichung, weiß er doch, dass er diesen Weg allein gehen wird und im Ziel der einzige sein muss. Ist es das, was er gewollt hat? Warum nicht einen gemeinsamen Weg suchen? - Vielleicht weil die eigenen Ideale nicht zu 100% verwirklicht werden können? - Ist denn notwendig sich selbst zu perfektionieren, in dem Wissen am Ziel allein zu sein?
Sicher, unsere Gesellschaft macht es uns möglich einen Teil in uns zu verwirklichen. Den Weg dorthin kann man nur zeigen, gehen muss man ihn allein. - Doch, ist überhaupt jeder Mensch stark genug diesen aufgezeigten Weg selbst zu gehen? - Hat er die Gewissheit am Ziel der Einzige zu sein und doch nicht allein zu sein? - Die Gewissheit kann man ihm nicht geben!
Wir gehen einen Weg - der Weg, den wir aus der Erfahrung, welche wir aus dem Leben, bis zum Einschlag dessen gezogen haben, gehen konnten. Doch ist diese Erfahrung nur selten groß genug um den das Ende des Weges zu sehen. Oft sehen wir nur den Beginn, nicht aber das Ziel. Nun ist das Individuelle an uns gefragt - das was uns zum Menschen macht. Sind wir stark genug Angefangenes zum Ende zu führen, oder kehren wir um, um weitere Erfahrung zu sammeln, den richtigen Weg zu finden.
Oft ist der Weg, welchen wir zuerst gingen nicht der falsche gewesen. Oft waren wir es selbst, die zu sich sagten: Ich schaffe es nicht! Oft fehlte uns die Kraft, das zu bewältigen was wir vor hatten. Oder vielleicht doch nicht? - Vielleicht redeten wir uns das nur ein, und geschafft hätten wir es dennoch?
Willensstärke? Selbstvertrauen? Intuition? Angst? - Individualität!

Jeder von uns ist stark genug Angefangenes zu beenden! Nur brauchen wir Unterstützung! Keiner will den Weg eines anderen gehen, denn keiner ist so wie der andere. Nur können wir uns auf unseren Wegen unterstützen - helfen ihn zu gehen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Denn so unterschiedlich können sie nicht sein, unsere Wege. Hat uns doch die Welt in uns allen schon das gegeben, was wir brauchen um zu siegen - Freunde!

21.11.05

Vom Geben und Nehmen

Wie alle meiner Texte und Gedanken kann ich mich leider immer nur den unsrigen Kultur-/ Lebensraum beziehen, da ich bisher noch nicht die Möglichkeit hatte Menschen anderer Kulturen kennen zu lernen. Ich bitte dies also beim Lesen all meiner Texte zu berücksichtigen. Speziell bei diesem wird sich wohl ein gewisser Konflikt diesbezüglich aufbauen! Seit jeher ist uns Menschen quasi in die Wiege gelegt worden, nicht von Geburt an selbstständig zu sein. Seit jeher sind wir auf die Hilfe und Fürsorge fürs Erste unserer Mutter, im Weiteren unserer Mitmenschen angewiesen. Der Mensch entwickelte ein Zusammengehörigkeitsgefühl und fand sich in Gruppen zusammen, in denen jeder Einzelne seiner Aufgabe nachkam. Wurde einer dieser Mitmenschen der Gruppe entrissen musste Abhilfe geschaffen werden, was jedoch vorerst Probleme aufwarf… In der weiteren Entwicklung des Menschen wurden diese Gruppen größer und schufen sich Regeln, welche auf Erfahrungen vorangegangener Generationen aufbauten. Auch entwickelten sich gewisse Rituale, Normen und Werte die das Zusammenleben erleichterten… Heute leben wir in einer Gesellschaft, einer riesigen Gruppe, in der die Regeln, Werte, Normen und Gesetze derartig umfangreich und komplex sind, dass keiner mehr alle fassen und verstehen kann. Dennoch gibt es einige, die uns immer noch stark an das zurückerinnern lassen, wo wir angefangen haben! Kein Mensch wird ohne die Fürsorge und Liebe seiner Eltern zu jemandem heranwachsen, der sich in dieser Gesellschaft zurechtfindet. Ohne die Mitschüler und Lehrer in der Schule, oder auch schon vorher, wird er keine Integrität in der Gesellschaft finden. Er müsste allein stehen, was, wie ich finde, heutzutage nicht mehr möglich ist. Sicher werden sich einige jetzt sagen, dass es den einen oder anderen in der Schule gab, der eher weniger eingebunden wurde. Doch sage ich, dass dies nicht der Knackpunkt ist! Er lernt trotzdem! Denn er hat Augen, Ohren, Erziehung, … - ausgegrenzt zu sein heißt nicht kein Teil der Gesellschaft zu sein! Worauf ich aber hinaus will, ist Folgendes… Jeder, in unseren Gefilden lebender Mensch bekommt durch seine Mitmenschen etwas gegeben. Wir nehmen es uns an oder auch nicht. Wir lernen daraus und ergründen den Sinn, mal bewusst, mal weniger bewusst. Manche Menschen tun sich aus dieser Masse der Nehmenden und Gebenden hervor. Wir alle sind Teil beider Seiten, doch gibt es Einzelne, die das innere Gleichgewicht einseitig verändern. Manche geben, manche nehmen mehr. Es gibt viele Gründe warum ein Mensch dies tun würde: ist er sehr Ich-bezogen, wird er mehr nehmen, um sich auf Kosten anderer zu etwas Höheren aufzuwerten. Ist er eher jemand, dem sein Umfeld mehr bedeutet, so wird er versuchen seinen ihm Umgebenden etwas zu geben, um vielleicht letztendlich dadurch selbst zu profitieren. … Ein Grund, warum ein Mensch mehr geben als nehmen möchte, kann aber auch folgender sein: Im Laufe seines Lebens hat der Mensch Werte und Normen kennen gelernt, Menschen lieben und schätzen gelernt, eine Gesellschaft aufsteigen und absinken sehen, ist enttäuscht und erfreut worden, hat Entscheidungen getroffen und Chancen verpasst sie zu treffen… Dieser Mensch, ein Kind dieser Gesellschaft, wurde zu dem herangezogen wie das Umfeld ihn geformt hat. Er selbst sieht diese Gesellschaft aus einer Perspektive, welche ihm vermittelt selbst Impulse in einer Art und Weise zu setzen, die es allen, nicht nur die ihn Umgebenden, möglich macht besser zu stehen. Er riskiert es sich selbst aufzugeben, in dem Wissen, dass es ohne sich selbst treu zu bleiben keinen Weg dahin geben würde! Er versucht einen Weg zu gehen, den wenige vor Ihm schon gegangen sind – Aber er weiß um die Geschichte und wird versuchen aus dem Gelernten zu schöpfen. Er weiß um seine Intelligenz und seine Gabe Menschen auf seinen Pfad zu führen. Nur weiß er nicht genau, ob seine Gedanken die wahrlich richtigen sind, das zu erschaffen wovon die Menschheit träumt, ist er doch beschränkt in der Kenntnis um sie… Diesen Zweifel jedoch, so weiß er, wird er niemals ganz ausräumen können, ist doch jeder Mensch ein anderer!

18.11.05

Vom Selbstverständnis

Ich bin ein fröhlicher Mensch! Egal ob ich unausgeschlafen oder ausgeschlafen, betrunken oder nüchtern bin, geehrt oder gereizt werde. Aber es gibt Momente, in denen kommt es mir so vor, als wenn ich damit überfordert bin. Es kommen Vorwürfe auf einen zu, bei welchen man genau weiß, dass sie nicht, oder nur teilweise wahr sind. Sie entstehen hinter meinem Rücken, manifestieren sich in Köpfen und scheinen unwiderrufbar zu sein. Ich frage mich warum und woher!
Es scheint, als entstünden diese Vorwürfe aus der eigenen Lust heraus, anderen etwas anzuhängen, was man selbst nicht besser kann. Und es deshalb nicht besser kann, weil man nicht wirklich Lust hat, es zu verbessern. Es geht um Dinge, die uns mal mehr, mal weniger als unscheinbar, wie ich aber finde als selbstverständlich anzusehen sind.
Sicher ist es immer subjektiv, wer was für das Richtige hält, doch sind gewisse Werte in unserer Gesellschaft einfach grundsätzlich und unumgänglich. Zu diesen Grundsätzen gehören für mich, und das sage ich nicht (nur) aus der Überzeugung als Soldat, Treue, Ehrlichkeit, Haltung, Respekt, Toleranz, …
Freilich ist es schwer das eigene Gemüt davon zu überzeugen, die Gedanken welche man hat als nicht ganz richtig einzustufen und diese bezüglich dem „allgemeinen Verständnis“ zu ändern. Dabei bin ich mir jedoch noch nicht im Klaren ob es dem Menschen daran mangelt die eigenen Fehler zu sehen, oder der Wille sie zum Besseren zu wenden.
Aber was ist es, das uns Menschen dazu gebracht hat, im Allgemeinen zu glauben „das Richtige“ bezüglich einer Sache gefunden zu haben. Verstand hat wenig mit wissenschaftlichen Grundsätzen zu tun, vielmehr doch mit zwischenmenschlichen Beziehungen! Nun, ich denke, genau das ist auch der Grund. Der Mensch in seiner Geschichte hat festgestellt, dass es unter gewissen Lebensumständen den meisten gut geht und interpretiert dies als ein Gutes und schafft sich aufgrund dessen Regeln. Diese werden im Laufe der Zeit zu Gesetzen. Doch nicht alle. Einige dieser Regeln sind an sich derartig komplex, dass es nicht möglich ist sie gesetzlich zu manifestieren! Dinge, die wir alle als selbstverständlich ansehen. Sicher variieren diese von Kulturraum zu Kulturraum, doch sind die meisten eher überall vorhanden.
Man soll mir einen Menschen zeigen, der es persönlich als ein Gutes ansieht, von einem seiner Mitmenschen belogen zu werden, verspottet oder bloßgestellt zu werden. Nun gut, hiermit zeige ich mit Sicherheit Härtefälle auf, aber dennoch gibt es andere Bereiche des Selbstverständnisses, welche nicht direkt einen unmittelbaren Mitmenschen betreffen, vielmehr aber die Allgemeinheit!
Ist es selbstverständlich sich im Vorfeld einer Bundestagswahl darüber zu informieren, was die Partei, welche man wählen möchte, sich auf ihre Fahnen geschrieben hat in der nächsten Legislaturperiode zu verändern?! Immerhin hat in Deutschland nicht nur jeder das Recht zur Wahl, sondern wie ich finde die Pflicht, nicht nur zu wählen, auch sich davon in Kenntnis zu setzen, was er mit seiner Stimme vertritt!
Ist es selbstverständlich einem Freund die Wahrheit zu sagen, auch wenn er dadurch verletzt werden würde?!
Ist es selbstverständlich seinem Partner zu sagen man hätte einen Seitensprung gehabt, wenn man weiß die Partnerschaft würde dadurch enden?!
Ist es selbstverständlich morgens auf Arbeit zu gehen, damit seinen Lebensunterhalt zu sichern, Jahre später in Rente zu gehen und dann doch zu sterben?!

Was Selbstverständnis ist - wo es anfangt - wo es aufhört, ist subjektiv nicht eine Frage von Verstand, sondern vielmehr eine Frage der Erziehung, des Umgangs miteinander, der Lebensumstände, der eigenen Vergangenheit …
Doch berufen wir uns nicht immer auf das wo wir herkommen, sind wir das was wir sein können! Nur müssen wir den Willen haben uns zu verändern. Viele werden dies als Anpassung sehen. Ich nicht! Denn niemals – niemals - wird irgendjemand sein eigenes ich verlieren und zu etwas werden, dass es uns unmöglich macht uns nicht mehr unterscheiden zu können! Werte und Normen einzuhalten heißt nicht sich selbst aufgeben zu müssen! Vielmehr bedeutet es Dinge zu verändern, die uns – dem Gemeinwohl – dazu verhelfen ein besseres Leben miteinander zu führen,

Jeder von uns ist Teil dieser Welt!

12.10.05

Vom Soldat-Sein

Aus Anlass der Abkommandierung an die Universität der Bundeswehr Hamburg verfasste ich folgende Zeilen, um sie am Tag meiner Abreise dem Auditorium - meiner Kompanie - in Form einer mahnenden Ansprache vorzutragen: Vom „Soldat- Sein“… Was es bedeutet Soldat zu sein, glaubt wahrscheinlich jeder der hier Anwesenden zu wissen. Wie es geht, wissen wahrscheinlich ebenso viele! Die Fähigkeit es in die Tat umzusetzen ist jedoch nur wenigen vergönnt. Und zwar jenen, die mit Worten wie: Gehorsam, Pflicht, Haltung, Ehrlichkeit und vor allem Respekt nicht nur simple deutsche Vokabeln, sondern Tugenden eines Deutschen Soldaten verbinden, die es tagtäglich gilt, nein nicht unter Beweis zu stellen, sondern zu leben! Was es bedeutet Soldat zu sein ist nicht nur in Uniform und mit einer Waffe in der Hand gegen den doch so bösen Feind vorzugehen, es ist vielmehr das Einstehen für die eigenen Ideale die es gilt zu verteidigen und zu schützen. Für das einzustehen was uns zu dem gemacht hat was wir sind – Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland. Und so wird aus der Grundpflicht des Soldaten laut §7 des Soldatengesetzes: Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. eine Selbstverständlichkeit von innen heraus. Die Bundeswehr an sich gibt uns als Soldaten dahingehend lediglich das Handwerkszeug mit auf den Weg, um dafür zu kämpfen was unser Leben in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft lebenswert macht. Dabei lehrt sie uns allerdings nicht nur Grundfertigkeiten im Umgang mit Waffen und Gerät, sondern mindestens in gleicher Weise den Umgang miteinander wie er vor gar nicht all zu langer Zeit, und sogar noch heute, sehr weit verbreitet als: Ehrenhaft bezeichnet wird. Diese Umgangsformen sind teils mehr, teils weniger, aber dennoch alle in ihrer Existenz begründet, wichtige Bestandteile des soldatischen Lebens. Der Mensch, welcher den Wunsch hat als Soldat in der Armee unseres deutschen Staates seinen Wehrdienst, oder auf längere Zeit Dienst zu leisten und seinen Anteil an der Aufrechterhaltung der Freiheitlich- Demokratischen Grundordnung zu geben, ist einzig und allein aus freien Stücken, aus eigener Initiative und innerem Selbstverständnis heraus zu dem Entschluss zu kommen, das dies, Soldat zu werden, der richtige Weg für ihn sei. Die damit einhergehenden Regeln sind ihm dabei eher selbstverständlich als lästig, was damit verbindet dass er diese weder bricht noch missachtet. Doch wurden für gewisse Einzelfälle diese Regeln als so genannte Gesetze oder Dienstvorschriften niedergeschrieben, um es einfacher zu machen. Jedoch kommt es, und ich schließe aus Erfahrungen von 4 ½ Jahren Bundeswehrzeit, in den letzten Jahren vermehrt zu gravierenden Missverständnissen dieser niedergeschriebenen Regeln mit dem Bundeswehralltag. Wie zum Beispiel folgendes: Wie in weiten Teilen der Kompanie verbreitet und fälschlicherweise behauptet, ist ein Befehl keine Diskussionsgrundlage oder ein Rat eines Uniformierten mit etwas anderem auf der Schulter als dem zu Befehligendem, sondern vielmehr: …eine Anweisung zu einem bestimmten Verhalten, die ein Vorgesetzter einem Untergebenen, schriftlich, mündlich oder in anderer Weise, allgemein oder für den Einzelfall und mit Anspruch auf Gehorsam erteilt. (§2 Nr.2 WStG) Was sich mit §11 SG glänzend ergänzt, nämlich: „Der Soldat muss seinen Vorgesetzten gehorchen. Er hat die Befehle nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich auszuführen.“ Nun da ich denke dass jeder Soldat weiß, dass wenn er sich mit Worten dagegen auflehnt, wie es in §20 WStG festgehalten ist, damit zu rechnen hat mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe bestraft zu werden, gehe ich davon aus, dass hier nur selten wirkliche Befehle erteilt werden. Im soldatischen Verständnis sind solche Androhungen der Freiheitsstrafe jedoch völlig hinlänglich, da ja jeder Soldat versteht was und warum es von ihm verlangt wird und der Gehorsam, zum Ausführen des Befehles oder Auftrags, vielmehr zum Nebeneffekt wird. Dies zumindest ist der Grundgedanke. Des Weiteren: Ein Soldat lügt nicht. Ehrlichkeit bestimmt seinen Dienst. Ein Soldat wahrt die ihm anvertrauten Geheimnisse und behält Dinge für sich,die andere nichts angehen. Zitat RegDir Stöhr, 1.Rechtslehrer OSH Nun gut, ich denke an dieser Stelle sind wir dort angekommen wo man beginnen könnte über die Menschheit an sich zu philosophieren, worin ich jedoch nicht den Inhalt meiner weiteren Ausführungen sehe. Welche Frage ich jedoch ganz ungeniert in den Raum werfen möchte ist folgende: Glaubt jeder von Ihnen sein Partner ist treu? - - - Was ich damit erreichen wollte ist, dass jeder von uns zwischenmenschliche Beziehungen mit einem hohen Maß an Vertrauen eingeht. Nicht nur privat, sondern auch in besonderem Maße mit den Kameraden in der Bundeswehr insbesondere der Kompanie oder dem Zug. Vertrauen ist die Basis eines jeden Befehls, ist das beruhigende Gefühl in heiklen Situationen Hilfe erwarten zu können oder ist das enorme Gefühl wichtig zu sein, immer dann wenn man für andere da sein muss. Man nennt es auch Kameradschaft. Fühlt man sich in seinem Vertrauen verletzt ist es nur schwerlich wiederherzustellen. Ob als Untergebener oder Vorgesetzter, wird man von einer Person seines Vertrauens enttäuscht, fällt es schwer in einer der beiden gerade genannten Situationen das genannte Gefühl aufkommen zu lassen. Meine Herren, Vertrauen heißt noch lange nicht blindes Vertrauen, das Hinterfragen, heißt noch lange nicht diskutieren und Pflicht heißt noch lange nicht Selbstverständnis. Was ich damit sagen will ist, keiner von uns ist perfekt, oder zum Soldaten geboren. Jeder, der sich für seinen Weg in den deutschen Streitkräften entschieden hat soll diesen Weg gehen. Sollte er jedoch Bedenken oder arge Probleme mit bestimmten Regeln haben, geschweige denn das Gefühl haben fehl am Platze zu sein, dann sollte er schnellstmöglich tief in sich gehen und für sich selbst und im Sinne der Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland entscheiden ob dies der richtige Weg für ihn ist und gegebenenfalls abwägen sein Leben andersweitig aufzubauen. Meine Herren, ich bedanke mich für jegliche Art von Erfahrungen, welche ich im Rahmen meiner Dienstzeit in der 4./131 sammeln konnte, seien es die positiven oder die negativen, gelernt hab ich aus allen!!! Ich bedanke mich bei den Kameraden denen ich das Gefühl gab sie seien mir wichtig und auch bei denen die mir das Gefühl gaben wichtig zu sein. Ich bedanke mich bei den Vorgesetzten, welche Vertrauen in mich hatten und den Untergebenen, denen ich Vertrauen schenkte. Meinen Herren, auf das „Soldat- Sein“ … Prost

von der Liebe

"Es ist schwer Dinge zu vergessen, welche einem das Gefühl schenkten den Grund gefunden zu haben, warum man Teil dieser Welt ist." -
Vielleicht ist die Liebe die einzige Eigenschaft, die uns Menschen gegeben wurde deren Grund nur der Liebende fassen kann - nicht beschreiben, in Worte fassen oder andersweitig ausdrücken - nur Fühlen. Dinge, die aus Liebe geschehen, sind jene die uns prägen - mich prägen. Sie lässt mich über etwas hinwegsehen, was unter anderen Umständen Suizid hervorrufen kann. Sie lässt es zu, Gefühle der größten Verzweiflung und Gefühle des höchsten Glücks zu verspüren. Sie schmerzt und baut auf, sie verletzt und lässt wachsen, sie verschleiert und befreit, sie beginnt aber endet nie ...
Es ist nicht immer leicht ihr zu vertrauen, doch sollten wir es! Ist sie doch die wahrhaftigste aller Gefühle...

Auszug aus einem Brief:

Ich bin wahrscheinlich der glücklichste Mensch auf Erden, aber zugleich mindestens mal der größte Dummkopf!!! Momente geschehen, in denen ich den Himmel auf Erden fühle, Momente in denen Du in meinen Armen liegst, Momente der Endlosigkeit des Glücks, Momente der Wärme, Geborgenheit, Zuversicht, Zärtlichkeit, … - Momente mit DIR! Die Besinnung auf diese Momente nach einiger Zeit, habe ich mir allerdings bis jetzt noch nicht zu nutze gemacht um im Inneren 100%ig davon überzeugt zu sein, dass sie der Inhalt unserer Beziehung sind. Noch vergesse ich zu schnell, was mich so glücklich macht und biete damit meinem kranken Hirn genügend Angriffsfläche an Dinge zu denken die völlig absurd und aus der Luft gegriffen sind. Es schmerzt im Nachhinein daran zu denken, über was ich nachgedacht habe und gesagt habe, aber noch mehr schmerzt es daran zu denken was ich damit vielleicht angerichtet hab – Dich daran zu erinnern was erst kürzlich vergangen ist, und mich im gleichen Atemzug vom Glücklichsten zum Unglücklichsten Menschen zu machen, weil ich mit dem was ich getan hab das genaue Gegenteil vom eigentlichen Ziel erreicht hab. Ich verfluche mich dafür und bin wohl nicht der Einzige der das in diesem Moment tut! – Es hat wohl weniger Sinn die schnell gesagten folgenden vier Worte: „Es tut mir leid“ nieder zu schreiben. Jedoch, geht man auf den Ursprung der Worte zurück, insbesondere das Letzte, so ist es der einzige Satz den ich sagen kann, weil es aus meinem tiefsten Innern kommt und mich zerreißt! ES TUT MIR LEID!!!
Ich liebe Dich und ich möchte Dich um nichts in der Welt verlieren! Ich möchte an deiner Seite stehen und alle Probleme mit Dir meistern! Mit Dir durch das so genannte Dick und Dünn gehen und Teil Deines Lebens werden, der Du für mich schon geworden bist!
Ich liebe Dich!!!

11.10.05

ich bin ich

Wer wir sind, oder was wir deshalb tun ist nicht nur eine Summe von Ereignissen, die aneinandergereiht unser Leben ergeben. Wer wir sind ist das was wir sind, nicht was wir waren. Der Rückblick auf Vergangenes ist gut um Ermahnung zu finden, doch nicht um daraus resultierend feige dem gegenüber zu treten was ist und dem, was noch kommen wird. Offenheit zeigen, kommendem entgegenblicken, positiv, sprichwörtlich: das Beste draus machen!
- Wie? -
Es gibt einige Ansätze: Auf das Herz hören, den von Gott gegebenen Verstand nutzen, Denken, Nachdenken, dem Lauf des Schicksals folgen, ...
Ich bin kein gottestreuer Mensch, ich glaube nicht an Schicksal, ich treffe keine Bauchentscheidungen, ... , ich Glaube an das Gute im Menschen, ich Glaube an die Liebe, ich Glaube der Wissenschaft, ich glaube an MICH.